Kommunen gegen Kohlekraft – Klar, wir brauchen keinen Strom

August 11, 2008

In den letzten Monaten zeigt sich die negative Haltung der Bürger gegenüber Neubauten von Kraftwerksanlagen immer stärker. Das Umweltbewusstsein der Bürger wird immer mehr gestärkt und die Bürger sind auch bereit was dafür zu tun. Irgendwie kommen die Kommunen auf eine ganz simple Lösung des Problems: Kohlekraftwerke produzieren CO2, also verhindern wir den Bau von Kohlekraftwerken. Ganz einfach. Manch Blogs, wie z.b. auch ein Blog bei Wissenslogs rufen sogar die Kommunen dazu auf, sich rechtlich gegen den Bau von Kraftwerken zu wehren. Es wird sogar geschrieben, dass mit der Verhinderung des Baus, die Umwelt geschützt wird.
FALSCH! Denn wenn keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden, dann werden die alten länger betrieben. Diese haben nicht nur einen geringeren Wirkungsgrad, sondern haben auch wesentlich schlechtere Filteranlagen. Somit wird die Umwelt gleich zweimal belastet. Aber da die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wird auch das nicht ausreichen, um Deutschland mit Energie zu versorgen. Der Strom wird aus anderen Ländern (Frankreich, Polen, Tschechien, etc.) eingekauft werden. Diese Länder bauen Atomstrom aus und haben teils Kraftwerke die nicht einmal annähernd so sauber sind, wie die deutschen Alternativen.

Natürlich ist ein Ausbau der regenerativen Energien wünschenswert und muss auf jeden Fall gefördert werden. Aber trotzdem muss man realistisch bleiben und eine praktische Lösung finden. Einfach alles zu blockieren scheint eine der dümmsten Strategien zu sein, die es jemals gab.


Marburg schreibt Solaranlagen vor

Juni 25, 2008

Die Stadt Marburg verpflichtet die Bauherren von neuen Gebäuden zur Errichtung von Solaranlagen. Ab dem 1.Oktober muss mindestens ein Quadratmeter Kollektorfläche pro angefangene 20qm Wohnfläche aufgestellt werden. Somit soll eine Deckung von 60% des Warmwasserbedarfs und 30% bei der Heizungsunterstüzung erreicht werden.

Laut der rot-grünen Stadtregierung in Marburg fallen für ein typisches Einfamilienhaus Kosten von knapp 6300€ an, die sich jedoch im Lauf von 10-15 Jahren wieder amortisiert haben sollen. Vorreiter bei solchen Gesetzen ist jedoch das Land Baden-Württemberg, welches schon seit Anfang des Jahres eine Mindestversorgung mit erneuerbaren Energien von mind. 20% vorschreibt. Bundesweit soll diese Regelung für den Wärmebedarf auch Bundesweit gelten.


Bundesumweltministerium mit neuer Initiaitve für Klimaschutz

Juni 20, 2008

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat beschlossen, 400 Millionen € aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten für Klimaschutzprojekte in den nächsten 3 Jahren bereitzustellen. Besonders sollen dabei die Kommunen neu angesprochen werden. Denn damit wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch noch bares Geld der Bürger gespart.

Der Staat – und somit auch die Kommunen – sollte mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, wie sich Energiesparen lohnt. Denn nach Angaben des BMUs sollen sich in Deutschland allein durch Modernisierung der Kälteanlagen eine Energieeinsparung von 11 Milliarden kWh Strom jährlich einsparen lassen. Bei gewöhnlichen Verbraucherpreisen für Strom lägen wir somit bei eine Volkswirtschaftlichen Einsparung von knapp 2 Mrd. € (bei einem Preis von ca. 18 Cent/kWh). Es ist sehr erfreulich, dass die Bundesregierung nach dem Klimaschutzpaket (siehe hier) auch Kapital zur Verfügung stellt um solche Maßnahmen zu unterstützen.


Neues Klimapaket beschlossen – Speditionen unzufrieden

Juni 18, 2008

Die Bundesregierung hat nun das zweite Klimapaket beschlossen. Damit sollen die LKW-Maut erhöht, die Energieeffizienz von Gebäuden verbessert und die Stromnetze besser ausgebaut werden. Nicht enthalten ist die neue Kfz-Steuer. Diese Entscheidung wurde vorerst noch vertagt.

Von der Industrie wird das Klimapaket natürlich torpediert und kritisiert. Wie bei den meisten weiteren Umweltvorschriften hagelt es natürlich Kritik. Besonders von den Speditionen wird das Paket nicht freundlich aufgenommen. Denn mit der Erhöhung der Maut sinkt deren Gewinnmarge. Sicherlich werden einige ihre Firmen auch aufgeben müssen, da noch mehr Verkehr auf die Schiene verlagert wird. Aber genau das ist doch auch das Ziel. Denn auch wenn der Strom der Bahn nicht emissionsfrei produziert wird, so ist die Energieausbeute und die Umweltbelastung doch noch geringer. Vor allem lässt sich Strom heutzutage noch leichter regenerativ herstellen als Sprit.

Alles in allem ist das Klimapaket wieder ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nur indem wir uns von dem weltweiten Energiemarkt unabhängiger machen, können wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Auch wenn wir jetzt etwas an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.


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