Wie mehrfach in den Zeitungen und zu lesen war, stehen die Biogasbetreiber unter dem Verdacht, dass ihr Biogas das Label “Bio” eigentlich nicht verdient hat. Ihnen wird vorgeworfen, dass der Dung, der in den Biogasanlagen zu Biogas verarbeitet wird oft aus Mastanlagen kommt. Da solche Tiermassenhaltungen schwer mit dem ökologischen Bild von z.B. Greenpeace zu vereinbaren sind, heisst es, die Anlagen würden die Bevölkerung hinters Licht führen. Aber ist das denn der Fall?
Das Argument, dass die Gülle und er Dung sowieso anfallen würde, hat ein Mitglied von Greenpeace damit abgewehrt, dass die Biogasanlagen mehr Massenhaltung hervorbringen würden. Diese Behauptung würde sicherlich kaum einer echten Studie standhalten. Denn mit dem Verkauf der tierischen Abfälle kann sich die Schweinezucht rentabler machen, aber allein für den Dung die Tiere zu halten? Das halte ich für schwer absurd. Denn auch die Fleischproduktion unterliegt ja den Kräften des Marktes. Das Bio in Biogas steht für regenerativ. Und nicht für artgerechte Tierhaltung oder ökologischen Anbau des benötigten Mais. Natürlich bringt die Produktion von Biogas auch Probleme mit sich, aber eine Frage bleibt dann noch zu klären: Atomstrom ist schlecht, Kohle ist schlecht, Biogas schlecht, Windanlagen stören die Natur, Wasserkraft ist ein zu starker Eingriff in die Flusslandschaft und Erdgas ist auch keine Dauerlösung. Also, wie bitte soll denn Deutschland mit Energie versorgt werden? 100% Solarstrom?
Meine Nachricht an Greenpeace und andere die meinen, dass alles zu 100% perfekt sein muss:
Wie es der Amerikaner sagt: “Pick your battles”
Juli 13, 2008 um 11:54 Uhr nachmittags
Die Aussagen von Greenpeace sind natürlich Humbug. Die weitaus größte Anzahl von güllegeführten Biogasanlagen findet sich in kleinen und mittleren Betrieben. Gerade diese haben ansonsten ein riesiges Emissionsproblem, da sie die Gülle in nicht abgedeckten Güllebecken lagern. Das stinkt nicht nur…sondern emmitiert Unmengen von Methan.
Biogasanlagen sind noch nie ein Antrieb zur Massentierhaltung gewesen. Wer sich auch nur einmal mit einem Viehbauern über seine Motivation zur Tierhaltung unterhalten hat, würde nie uf so eine Idee kommen.