Kommunen gegen Kohlekraft - Klar, wir brauchen keinen Strom

August 11, 2008

In den letzten Monaten zeigt sich die negative Haltung der Bürger gegenüber Neubauten von Kraftwerksanlagen immer stärker. Das Umweltbewusstsein der Bürger wird immer mehr gestärkt und die Bürger sind auch bereit was dafür zu tun. Irgendwie kommen die Kommunen auf eine ganz simple Lösung des Problems: Kohlekraftwerke produzieren CO2, also verhindern wir den Bau von Kohlekraftwerken. Ganz einfach. Manch Blogs, wie z.b. auch ein Blog bei Wissenslogs rufen sogar die Kommunen dazu auf, sich rechtlich gegen den Bau von Kraftwerken zu wehren. Es wird sogar geschrieben, dass mit der Verhinderung des Baus, die Umwelt geschützt wird.
FALSCH! Denn wenn keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden, dann werden die alten länger betrieben. Diese haben nicht nur einen geringeren Wirkungsgrad, sondern haben auch wesentlich schlechtere Filteranlagen. Somit wird die Umwelt gleich zweimal belastet. Aber da die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wird auch das nicht ausreichen, um Deutschland mit Energie zu versorgen. Der Strom wird aus anderen Ländern (Frankreich, Polen, Tschechien, etc.) eingekauft werden. Diese Länder bauen Atomstrom aus und haben teils Kraftwerke die nicht einmal annähernd so sauber sind, wie die deutschen Alternativen.

Natürlich ist ein Ausbau der regenerativen Energien wünschenswert und muss auf jeden Fall gefördert werden. Aber trotzdem muss man realistisch bleiben und eine praktische Lösung finden. Einfach alles zu blockieren scheint eine der dümmsten Strategien zu sein, die es jemals gab.


Das Solardach auf dem Auto

Juli 3, 2008

Mit den Ankündigungen, dass schon ab 2010 reine Elektroautos gebaut werden sollen, stellt sich natürlich die Frage, wie diese denn mit Energie versorgt werden sollen. Natürlich ist die Versorgung über die Steckdose die naheliegendste Alternative, allerdings muss auch dieser Strom irgendwie produziert werden. Dies ist ja heutzutage noch nicht zu 100% mit erneuerbaren Energien zu erreichen. Eine Alternative für Elektroautos wäre ein Solardach. Diese könnten, wenn sie in der Sonne geparkt sind, Energie in die Batterien des Autos einspeisen. Sollen sie länger geparkt sein und mit dem Stromnetz verbunden sein, so könnten sie sogar Strom in das gewöhnliche Netz einspeisen, sobald die Batterien aufgeladen sind.

Auch für Autos mit konventionellen Motoren ist ein Solardach von Nutzen. Durch das Solardach wird die Lichtmaschine und die Klimaanlage unterstützt, was nach Angaben des führenden Herstellers (SYSTAIC) Spriteinsparungen von bis zu 0,5l/100km ermöglichen kann. Bei einer Lebensdauer von 200.000km pro Auto und einem Spritpreis von 1,50€ dürfte eine solche Lösung folglich nicht mehr als 1500€ kosten, damit sie sich wirtschaftlich rechnet. Sollte das Elektroauto sich jedoch tatsächlich durchsetzten, so wäre der Einsatz von einem Solardach von entscheidender Bedeutung. Denn nicht nur der tatsächliche Verbrauch würde gesenkt werden, es ließe sich damit auch die Reichweite bei gutem Wetter verlängern.


Windkraft mit Wasserstoff speichern

Juni 27, 2008

Die deutsche Unternehmen Enertrag will in Zukunft am Kraftwerk Uckermark überschüssige Windenergie - durch die Elektrolyse von Wasser - in Form von Wasserstoff speichern. Dadurch werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens wird die Windenergie speicherbar gemacht und kann somit dann zur Verfügung gestellt werden, wenn sie benötigt wird. Zweitens kann bei sehr starken Winden und einer hohen Stromproduktion das Stromnetz entlastet werden. Anfangs soll mit dem Wasserstoff eine Wasserstofftankstelle in Berlin beliefert werden. Aber langfristig kann diese Form der Speicherung eine echter Beitrag zum Energiemix werden.

Schon lange wird bei der Windenergie bemängelt, dass diese nicht ständig verfügbar ist und somit nicht für die Grundlast tauge. Dieses Problem könnte sich mit Wasserstoffkraftwerken ja durchaus beheben lassen. Natürlich geht bei diesem Schritt wieder eine Menge Energie verloren, aber mit weiteren Fortschritten der Wissenschaft sollten sich diese Verluste im Lauf der Zeit minimieren lassen. Vor allem wird dadurch der Versorgung von Autos mit Brennstoffzellen ermöglicht. Mittlerweile ist ja bekannt, dass die Brennstoffzellentechnick noch eine Menge Probleme hat, aber ein guter Anfang ist die Errichtung einer Elektrolyseanlage auf jeden Fall. Sollte sich dieser Versuch als rentabel erweisen, so werden sicherlich noch viele weitere Stromanbieter auf diesen Zug aufspringen und so die erneuerbaren Energien wieder einen Schritt weiter bringen.


Stuttgart plant Netzwerk aus Elektrofahrrädern

Juni 26, 2008

Laut SPIEGEL soll der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfang Schuster sich stark für den Aufbau eines Netzwerkes für Elektrofahrräder stark machen. Das Netzwerk soll die umweltfreundliche Mobilität in der Stadt erhöhen.

Wenn es nach Oberbürgermeister Wolfgang Schuster geht, so soll in naher Zukunft der Anteil der Fahrräder am Verkehr in der Stadt Stuttgart auf 20% steigen. Wer schonmal mit dem Fahrrad in Stuttgart unterwegs war, der weiß, dass Stuttgart sicherlich nicht die Fahrradfreundlichste Stadt ist. Ob da die geplanten Elektrofahrräder helfen? Geplant ist, Elektrofahrräder per Abo mieten zu können, ähnlich wie bei Handyverträgen. Wer eine Elektrofahrrad möchte, der schliesst einen Vertrag ab, mit dem ihm ein Elektrofahrad zur Verfügung gestellt wird. Zussätzlich gibt es die Möglichkeit einen leeren Akku an Ladestationen aufzuladen oder gleich gegen einen geladenen Akku umzutauschen.

Eigentlich ein sehr guter Ansatz! Elektofahrräder machen das Fahren angenehmer und reduzieren sowohl Abgase, als auch Lärm, vorausgesetzt, es steigen Autofahrer auf die Elektrofahrräder um. Allerdings sind in Stuttgart nicht nur die immensen Höhenunterschiede ein Problem. Es gibt kaum richtig gut ausgewiesen Radwege. Auch wenn man durch den Park radeln kann, so bleiben die echten Wege in der Stadt doch meist sehr unpraktisch. So z.B. gibt es keinen Radweg, der aus dem Stuttgarter Süden ins Zentrum führt. Und bei dem starken Verkehr fühlt man sich auch auf einem Elektrofahrrad sicherlich oft nicht wirklich sicher. Um einen echten Erfolg erzielen zu können, muss sich auch in dieser Hinsicht noch viel ändern.


Offshore Windanlagen in Bremerhaven installiert

Juni 25, 2008

Am 07.06.08 hat die Firma Multibrid in Bremerhaven 2 Offshore Windanlagen installiert. Die Anlagen sind speziell für den Offshoreeinsatz ausgelegt und sind auf 130m hohen Türmen montiert. Die Anlage mit dem NAmen M5000 soll durch ihr leichtes Gewicht und ihren Korrosionschutz den harten Anforderungen einer Offshoreanlage gerecht werden. Die beiden Anlagen haben eine Leistung von 5 MW.


Marburg schreibt Solaranlagen vor

Juni 25, 2008

Die Stadt Marburg verpflichtet die Bauherren von neuen Gebäuden zur Errichtung von Solaranlagen. Ab dem 1.Oktober muss mindestens ein Quadratmeter Kollektorfläche pro angefangene 20qm Wohnfläche aufgestellt werden. Somit soll eine Deckung von 60% des Warmwasserbedarfs und 30% bei der Heizungsunterstüzung erreicht werden.

Laut der rot-grünen Stadtregierung in Marburg fallen für ein typisches Einfamilienhaus Kosten von knapp 6300€ an, die sich jedoch im Lauf von 10-15 Jahren wieder amortisiert haben sollen. Vorreiter bei solchen Gesetzen ist jedoch das Land Baden-Württemberg, welches schon seit Anfang des Jahres eine Mindestversorgung mit erneuerbaren Energien von mind. 20% vorschreibt. Bundesweit soll diese Regelung für den Wärmebedarf auch Bundesweit gelten.


Das Elektroauto - Chevrolet Volt kommt bis 2011

Juni 24, 2008

Das neue Elektroauto Chevrolet Volt, das erste serienmäßig hergestellte Elektroauto eines Großkonzerns, soll schon 2010 in den USA und dann auch schon 2011 in Europa auf den Markt kommen. So zumindest, wenn es nach dem GM-Vorstandschef Rick Wagoner geht.

Der Chevrolet Volt wird -im Gegensatz zum Hybrid - ein reines Elektroauto sein und mit einer Akkuladung immerhin über 60 Km schaffen. Aufladen lässt sich das Auto ganz einfach an einer ganz gewöhnlichen Steckdose. So kann man zu seiner Arbeit fahren und dort das Auto einfach wieder aufladen. Um die Reichweite zu erweitern, hat der Chevrolet Volt auch einen Benzintank. Das Benzin wird jedoch nur benutzt um in einem Generator Strom für die Akkus zu produzieren. Somit kommt man auf einen Verbauch von unter 5l/100km und auf eine Reichweite über 1000km.

Das Eletroauto Chevrolet Volt soll weniger kosten als der Toyota Prius und sollte somit für viele eine echte Alternative sein. Elektroautos haben aus Umwelttechnischer Sicht viele Vorteile, z.B. entstehen bei der Fahrt selbst keine Emmissionen, sondern nur bei der Herstellung des Stroms. Wird dieser Strom regenerativ hergestellt (z.B. Wasserkraft, durch Wind- oder Solaranlagen), so kann man mit reinstem Gewissens mit dem Elektroauto durch die Städte fahren. Ausserdem sind die Lärmemmissionen eines Elektroautos wesentlich geringer, als bei konvetionellen Motoren. Mit dem Chevrolet Volt kann eine neue Ära in der Fahrzeugindustrie eingeläutet werden.


Bericht über Erneuerbare Energien

Juni 20, 2008

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Umweltministerium) hat einen Bericht zur Situation der erneuerbaren Energien in Deutschland veröffentlicht. Unter http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/39830/ gibt es diesen als PDF oder PowerPoint.


Bundesumweltministerium mit neuer Initiaitve für Klimaschutz

Juni 20, 2008

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat beschlossen, 400 Millionen € aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten für Klimaschutzprojekte in den nächsten 3 Jahren bereitzustellen. Besonders sollen dabei die Kommunen neu angesprochen werden. Denn damit wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch noch bares Geld der Bürger gespart.

Der Staat - und somit auch die Kommunen - sollte mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, wie sich Energiesparen lohnt. Denn nach Angaben des BMUs sollen sich in Deutschland allein durch Modernisierung der Kälteanlagen eine Energieeinsparung von 11 Milliarden kWh Strom jährlich einsparen lassen. Bei gewöhnlichen Verbraucherpreisen für Strom lägen wir somit bei eine Volkswirtschaftlichen Einsparung von knapp 2 Mrd. € (bei einem Preis von ca. 18 Cent/kWh). Es ist sehr erfreulich, dass die Bundesregierung nach dem Klimaschutzpaket (siehe hier) auch Kapital zur Verfügung stellt um solche Maßnahmen zu unterstützen.


Biogas nicht immer “Bio”?

Juni 18, 2008

Wie mehrfach in den Zeitungen und zu lesen war, stehen die Biogasbetreiber unter dem Verdacht, dass ihr Biogas das Label “Bio” eigentlich nicht verdient hat. Ihnen wird vorgeworfen, dass der Dung, der in den Biogasanlagen zu Biogas verarbeitet wird oft aus Mastanlagen kommt. Da solche Tiermassenhaltungen schwer mit dem ökologischen Bild von z.B. Greenpeace zu vereinbaren sind, heisst es, die Anlagen würden die Bevölkerung hinters Licht führen. Aber ist das denn der Fall?

Das Argument, dass die Gülle und er Dung sowieso anfallen würde, hat ein Mitglied von Greenpeace damit abgewehrt, dass die Biogasanlagen mehr Massenhaltung hervorbringen würden. Diese Behauptung würde sicherlich kaum einer echten Studie standhalten. Denn mit dem Verkauf der tierischen Abfälle kann sich die Schweinezucht rentabler machen, aber allein für den Dung die Tiere zu halten? Das halte ich für schwer absurd. Denn auch die Fleischproduktion unterliegt ja den Kräften des Marktes. Das Bio in Biogas steht für regenerativ. Und nicht für artgerechte Tierhaltung oder ökologischen Anbau des benötigten Mais. Natürlich bringt die Produktion von Biogas auch Probleme mit sich, aber eine Frage bleibt dann noch zu klären: Atomstrom ist schlecht, Kohle ist schlecht, Biogas schlecht, Windanlagen stören die Natur, Wasserkraft ist ein zu starker Eingriff in die Flusslandschaft und Erdgas ist auch keine Dauerlösung. Also, wie bitte soll denn Deutschland mit Energie versorgt werden? 100% Solarstrom?

Meine Nachricht an Greenpeace und andere die meinen, dass alles zu 100% perfekt sein muss:

Wie es der Amerikaner sagt: “Pick your battles”